Jenny - though und doch so zart

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten. Sie hört besser als ihre Kolleginnen und Kollegen, sie riecht intensiver und sie spürt mehr. Fast übersinnlich ist sie untwerwegs, auch wenn ihr ein wichtiger Sinn fehlt, nämlich das Augenlicht. Trotzdem lässt sich Jenny auf gefährlichste Ermittlungen ein. Diesmal geht es um ihren Todfeind, den sie in Marrakesch aufzuspüren hat. Jenny Aaron einmal mehr in Top-Form und gleichzeitig so unglaublich verletzlich, so zutiefst menschlich. Sie ist definitiv die berührendste Polizistin der ganzen Krimiwelt.

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100 Wörter

Es ist der Anfang - aber nicht das Ende!

In ein paar Jahren in Amerika: Die neue Regierung ordnet an, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter sprechen dürfen. Das kann nicht passieren! Nicht im 21. Jahrhundert, nicht in Amerika!

Die Wissenschaftlerin Jean McClellan kann es nicht glauben, doch schon bald kann sie ihrem Beruf nicht mehr nachgehen. Tochter Sonia lernt in der Schule nicht mehr Lesen und Schreiben, den Frauen und Mädchen wird das Stimmrecht, der Lebensmut und die Träume entzogen. Doch Jean will für ihre Stimme kämpfen.

Beklemmend, spannend, feministisch und gar nicht so utopisch, wie es im ersten Moment klingt. Ein Plädoyer für Gleichberechtigung, Mut und Bildung.

Christina Dalcher: Vox  (S. Fischer Verlag)

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Annette Hess: Deutsches Haus

"Deutsches Haus" - ein Stück Zeitgeschichte

Frankfurt 1963: Eva, die jüngste Tochter des Wirtepaares Bruhns, gelernte Dolmetscherin für Polnisch, wartet sehnsüchtig auf einen Heiratsantrag. Doch dann wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen und verändert damit ihren eingeschlagenen Lebensweg. Obwohl ihre Eltern und ihr Verlobter gegen diesen Job sind, wird Eva zur Übersetzerin im ersten Auschwitz-Prozess.

Eva, die noch nie etwas von Auschwitz und den Gräueln in den Konzentrationslagern gehört hat, widersetzt sich ihrer Familie. Die Schicksale der Opfer berühren die junge Frau zu tiefst. Zuhause will niemand mit ihr über diese Zeit reden, jedes Gespräch wird abgeblockt.

Je länger der Prozess dauert, desto mehr muss sich Eva mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen und plötzlich ist sie in einem Netz von Verboten, Lügen und zerstörten Zukunftsträumen gefangen. Doch gerade dies lässt sie wachsen, aus dem Mauerblümchen entwickelt sich eine selbstbestimmte Frau, die ihren Weg geht.

Annette Hess schreibt gegen das Vergessen, dabei wählt sie die Sprache der Sechzigerjahre und schafft dadurch eine beklemmende Atmosphäre des Verdrängens und Vergessens, aber auch des Aufbruchs. Ein eindrückliches Buch!

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